Politik und Berichterstattung

…. über aktuelle Vorgänge von der politischen (lokalen) Bühne zu berichten, dies ist sicher nicht ein einfaches Geschäft. Was sich hier das Tagblatt der Südtiroler (aller..??) erlaubt hat, ist allerdings unterhalb dem Niveaus der Bild-Zeitung! Unabhängig davon, dass es sich offensichtlich im Foto um (Schwarz)Afrikaner handelt, ist diese Art von politischer Berichterstattung – egal über wen, was, Partei oder Strömung berichtet wird – absolut geschmacklos und fehl am Platze.

Kurz gesagt: unter jedem seriösen journalistischen Niveau !!

  1. Paul Köllensperger spricht von „Schmutzkübelkampanie“, das Tagblatt der Südtiroler von „Schlammschlacht“. Einen so großen inhaltlichen Unterschied kann ich da jetzt nicht erkennen, der es rechtfertigt, den Artikel pauschal als „unter jedem seriösen journalistischen Niveau !!“ abzuqualifizieren, ebenso wie die überprüfbare nicht nachvollziehbare Behauptung, bei der Bilddarstellung handle es sich um „(Schwarz)Afrikaner“ und mit rassistisch intendierten Hintergrund.
    Ich finde es problematisch, auch demokratiepolitisch, wenn jemand durch solche offensichtlich absurden An- und Vorwürfe dann gar noch als Opfer einer vermeintlichen Verschörung genieriert wird; dabei Medien und zuständigen Rechtsinstitutionen, Aufsichtsorgange pauschal diskreditert. Die Spielregeln müssen für alle gelten – auch für einen Köllensperger, der damit wahrscheinlich auch gar kein Problem hat.
    Aber es stimmt. Es gibt ein Glaubwürdigkeitsproblem. Dazu gehört auch der Meraner Fall Schir.
    Dass sich jemand am Mandat klammert, das hat bereits ein Köllensberger vorgemacht. Dass jetzt aber Schir in dieser neuen Liste mit höherem politischen und moralischeren Selbstanspruch sich so vehement darüberhinaus noch weigert auf das dotierte Amt der Gemeindesratspräsidentin zu verzichten, sagt selbstredend einiges über deren politische DNA aus. Eines drückt es gewiss aber nicht aus, die viel beschworene neue politische Kultur.
    Ich bin auch für das Persönlichkeitswahlrecht und das damit verbundene direkte Mandat. Es gibt aber einen Unterschied, ob jemand über das Listenzeichen hineingewählt ist oder nicht. Zumindest sollte es das geben.
    Aber davon abgesehen leitet sich (demokratiepolitisch usw.) daraus ganz bestimmt keinerlei Recht auf Festhalten am Amt der Gemeinderatspräsidentin ab – oder?
    Da kann man die Position des M5S schon nachvollziehen und verstehen:
    https://www.suedtirolnews.it/politik/meran-m5s-besteht-auf-schirs-rueckt
    Dabei wäre es eigentlich ein sehr kleiner Verzicht, tatsächlich aber ein demokratiepolitischer Gewinn. Eigentlich auch für die Kandidatin selbst. Schließlich will Schir doch in den Landtag ziehen und kann dort dann gar Landtagspräsidentin werden.
    Anscheinend fehlt ihr aber wohl der Glaube daran und die notwendige Siegeszuversicht.
    Aber was kann man schon von jemandem erwarten, der seine politische Farbe wie die Wäsche wechselt und seine Wähler verrät? Dagegen kann anscheinend nicht mal ein unterzeichneter M5S-Ehrenkodex die Partei und die Wählerinnen schützen.
    Das ist das Problem und es nennt sich Glaubwürdigkeit.

    1. Lieber Artim, so hat jeder seine Meinung und die respektiere ich.
      Was hat allerdings ein Foto einer Schlammschlacht zwischen nicht erkennbaren Personen mit lokaler, seriöser Berichterstattung zu tun? Köllensperger hat in seiner Pressemitteilung auch nicht Kübel fotografiert. Wie gesagt, Berichterstattung seriös sieht meiner Meinung nach anders aus. Dazu stehe ich.

      1. hallo kurt, wie gehts?
        sei mir nicht bös, aber das bild würde ich nicht überbewerten. abgesehen davon, dass es ja die „schlammschlachter“ und nicht paul k. darstellen soll. und auch inhaltsmäßig gibt es schlimmeres, als die schilderung von vorkommnissen im landtag.
        herzliche grüße, walter

        1. Lieber Herr Harpf, will mich hier nicht einmischen, aber von einer seriösen Tageszeitung erwarte ich mir eine weniger tendenziöse Berichterstattung. Hier sieht man das Durchscheinen einer SVP lastigen Berichterstattung in der Dolomiten Tageszeitung und so gesehen ist es verständlich, wenn man zwei sich im Schlamm wälzende Afrikaner („Neger“) abbildet und nicht ein Foto von Kollensperger. Die Kritik von Duschek ist berechtigt!

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